
Vom 11.09. bis zum 13.09. fand das Deutschlandtreffen der Jesusfreaks statt. Das bedeutet, dass das Kernstück der neuen Struktur in seine Aufgabe getreten ist. Es waren etwa 30 Leute anwesend, mit dabei die Abgesandten der Regionen, der Diakonenkreis (Übersichtsteam + Vorstand) und Vertreter wichtiger Jesusfreakbereiche (Webauftritt, Freakstock).
Bayern war vertreten durch Heiner Helm und den Metalmarkus, also mir. Da dieses Treffen nun der Nachfolger des alten Ä-Kreises sein soll, möchte ich hier kurz mal reinschreiben, wie es so war. Heiner und ich sind mit einigen Erwartungen und einigen Fragezeichen dorthingefahren, weil nicht klar war, wie die Stimmung sein wird, und wie die Themen abgehandelt werden.
Die Einzelheiten des Treffens werden vom Ü-Team (nochmal: das Übersichtsteam) nochmal gesondert erläutert. Ich will euch eher eine andere Seite des Deutschland-treffens zeigen.
Wie schautsn aus?
Durch einen glücklichen Zufall (bei Europcar hatten sie das bestellte Auto nicht, und mussten uns einen größeren Wagen geben) sind wir mit einem Audi Q 5 hochgefahren, was sehr geil war. In Borgentreich angekommen, Freitag Nacht, nahmen wir erstmal an der Partyatmosphäre teil. Die Atmosphäre war von Anfang an herzlich, wie man es vom Freakstock oder Willow gewohnt ist und das nahm uns einige Bedenken. Die Partys an den Abenden waren fast der Kern des Treffens, zumindest für mich, weil man sich dort am besten mit den anderen Regionen und Bereichen austauschen konnte. Wenn man für so ein JFD irgendwas entscheiden soll, muss man auch wissen, wie´s dem grad so geht oder?
Dabei haben wir herausgefunden, das es den Sachsen, dem Wilden Süden (Baden Württemberg), Nordrhein-Westfalen, Bayern und Mittelerde (Hessen) gar nicht so schlecht geht. Gemeinden gründen sich, und viele alte stehen wieder in neuem Glanz auf. Natürlich gibt es dort einige Probleme, wie auch bei uns in Bayern, aber es sieht bei weitem besser aus, als wir gedacht hatten. Es war interessant, nach der grauen undurchsichtigen Zeit des Konzils wieder eine neue Karte von JFD zu sehen, und zu merken, das sich nach all den Wirrungen wieder neu zusammengefunden wird. In der Region Nord, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen sind einige Stecker von der Karte gekommen, keine Sorge, das ist alles schon bekannt, und weitere Abgänge sind glücklicherweise nicht zu verzeichnen. Aber auch diese Regionen haben dieses Treffen genutzt um die umliegenden Regionen um Hilfe zu bitten. Beispielsweise die Region Brandenburg, die nun gezielt versprengte Gemeinden um Berlin herum wieder zu einer Region zusammenführen möchte.
Es geht also klar wieder Aufwärts, und wer das nicht geglaubt dem sei gesagt, tja Thomas, nun sehe und staune, und freu dich
.
Und der Herrgott?
Am Samstag sah die Tagesordnung erstmal einen erfreulich großen Part an geistigem Input vor. Der Tag begann mit einem einstündigen Gottesdienst, und wurde durch einen einstündigen sehr intensiven Kerzenlobpreis wieder beendet. Auch die anderen Tagesordnungspunkte sahen neben “Hilfe für Brandenburg” und “Wie wollen wir kommunizieren” auch den sehr geistigen “Gott und die Bewegung”-Part vor, in dem wir Eindrücke gesammelt haben, und Gott gefragt haben, wie er uns leiten möchte. Das war einer der Punkte warum viele, gerade von uns, so skeptisch über dieses neue “Deutschland-Treffen” gedacht haben, auch ich, weil wir die Gefahr sahen, das da zuviel gelabert, zuviel organisiert wird, zuviel diskutiert wird, weils so viele sind, und zu wenig gebetet wird. Da kann ich nun erfreut Entwarnung geben. Fürs nächste Mal ist auch geplant ein Ministry Team dabeizuhaben, und noch mehr zu beten, noch weniger zu Organisieren, und die geistigen Parts noch weiter zu strecken! Na dann!
Regioimperialismus: Bayerns Platz an der Sonne
Eine der Tendenzen die man im Deutschlandtreffen gemerkt hat war, das starke Regionen sich um schwache kümmern. Das ist kein Regioimperialismus (auch wenn ich es spaßeshalber so bezeichnet habe), sondern echte freakische Kameradschaft. Auch wir Bayern können uns, als wieder erstarkende Region fragen, ob wir schwächeren Regionen helfen wollen. Wir sind derzeitig gesegnet, sag ich mal ganz undemütig, durch eine gute Regioarbeit. Damit setze ich nicht nur uns “Imperatoren”
, die Lorbeeren auf, sondern auch dem Bayerndonut, und allen die sich in der Region und den Provinzen für eine bessere Zusammenarbeit engagieren. Wir können helfen. Da gibt es eine einsame Gruppe in Wien, die sich mal über den ein oder anderen Besuch freuen würde, und da gibt es eine einsame Gemeinde in Erfurt (Thüringen) die sich ebenfalls freuen würde von unseren Segnungen zu profitieren. Den Thüringern habe ich eine unsrer größten Segnungen gezeigt, und um Mitwirkung angeheitzt: JESUSFREESTYLE. Der wohl bald ein Exportschlager wird.
Was wurde nun also entschieden?
Viel entschieden wurde noch nicht, da dies das erste Treffen der Deutschlandleitung war. Aber wir haben durchaus über Finanzen, Freakstock, und anderes gesprochen, beispielsweise, ob wir, aufgrund der eher guten Lage von unseren Finanzen, anderen außerfreakischen Gemeinden was davon abgeben sollen. Mehr dazu auf news.jesusfreak.de. Hier hat sich, wie in vielen Punkten an diesem Wochenende, das Konsensverfahren (für mich überraschend) als effektiv herausgestellt. Im Meinungsspiegel zu verschiedenen Themen haben wir euch gut zu vertreten versucht, und gemerkt, das, auch wenn das im Konzil am Schluss anders war, das Deutschlandtreffen ein guter Querschnitt der Bewegung ist. Und so konnten wir in der Tat fruchtbare Diskussionen führen, und auch anderer Meinung sein. Was herausgekommen ist war kein Kompromiss, also nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern ein Konsens. Und ich hab gemerkt, das wir Freaks, als Zecken und CSU Wählern irgendwie doch sehr gut zusammenpassen.
Na, und was hat ned so gepasst?
Es gab zu wenig Pausen, und kurze Gebete zwischen den Einheiten hätten gutgetan wieder aufs Wesentliche zu kommen. Außerdem merkt man noch stark die Verletzung durch Wort+Geist in der Bewegung. Es wurde oft, in den Pausen, darüber geredet, was für manche Leute schwer war, die Freunde an W+G verloren haben, oder dort immer noch Freunde haben. Mir fiel es schwer zu so vielen Gerüchten zu schweigen (obwohl ichs mir vornahm), so schlimm ich Wort+Geist mittlerweile auch finde. Ich hoffe das wir mit diesem Thema irgendwann reifer abschließen können, und einfach sagen können, ok W+G is ne mieße Ex-Freundin, die IMMER NOCH nachtritt, aber solchen geht man besser aus dem Weg. Und schließt für sich selbst ab, wenn mans mit ihr schon nicht kann.
Etz komm ermal zum Punkt
Ansonsten war es sehr schön. Auch einige Vorurteile gegenüber Bayern konnten behoben werden. Bei der Vorstellung der Regionen haben wir als Bayern klargemacht, das wir zu den Roots der Jesusfreaks stehen, und das wir einige Sachen anders sehen, aber das wir trotzdem keine Spielverderber sind, sondern uns an diese neue Sache heranwagen wollen. Das ist meine Ansicht, und die, die ich als Querschnitt aus den verschiedenen Gemeinden vor Ort gewonnen habe. Dieses Bekenntnis wurde von den Vertretern der anderen Regionen als sehr positiv bewertet. Es war kein Ja und Amen, zu allem was passiert, und schon gar nicht, zu dem was passiert ist, aber es war ein Anfang für ein Miteinander. Ich habe auch für die Wahl eines Beraterkreis zwei sehr bekannte Personen aus Bayern “durchgebracht”, die uns im Konzilprozess sehr würdig vertreten haben. Namen gibts noch nicht, die müssen noch zustimmen.
Genug davon. Das JFD-Treffen war cool, aber wies mit uns weitergeht, daran müssen wir alle mitarbeiten. Lass uns nicht den Blick dafür verlieren, das da drausen ein Bayern ist, das Jesus braucht. Und wir haben den Zufällig… Wir sind nun wieder zurück in unseren Gemeinden, die wie kleine Bomben in unseren Städten bald aufplatzen werden. Damit die Welt sieht, Gott liebt auch die Freaks! Und will das sie gerettet werden! Was wir im Regio und Deutschlandteam organisieren, sind nur Hilfen auf diesem Weg, wir müssen ihn gehen.